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Aktuelles zu Medizin und Fitness

27. Mai 2020
Gendefekt fördert Untergewicht
Übergewicht ist teilweise erblich. Erstmals fanden Forscher nun einen Gendefekt, der das Gegenteil bewirkt: Menschen mit deutlichem Untergewicht tragen häufig eine Mutation im Erbgut, die den Stoffwechsel von Fetten anregt. Wissenschaftler aus Wien stießen auf die Mutation in dem Gen ALK, als sie das Erbgut von 47 000 Menschen aus Estland untersuchten. Vor allem Personen mit einem Body Mass Index unter 18 – also einem deutlichen Untergewicht – trugen den Gendefekt, zudem wiesen erhöhte Blutfettwerte auf eine verstärkte Fettverbrennung hin. In Tierversuchen zeigte sich, dass das Gen seine Wirkung offenbar im Gehirn entfaltet. Die Forscher glauben, dass das Gen ALK einen Kontrollpunkt darstellt, der die Verwertung von Nahrung beeinflusst.
Mehr dazu bei wissenschaft.de

6. März 2020
Entzündetes Zahnfleisch und hoher Blutdruck
Menschen mit chronischer Parodontitis leiden häufiger unter arterieller Hypertonie, in schweren Fällen kann das Risiko um bis zu 49 Prozent höher liegen. Britische Forscher haben die Ergebnisse von 40 Studien ausgewertet und fanden, dass der systolische Blutdruck durchschnittlich um 4,5 mmHg und der diastolische Blutdruck um 2 mmHg ansteigt. Dieser Anstieg kann das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, um 25 Prozent erhöhen. Manche Forscher versuchten auch, den Blutdruck durch eine Behandlung der Parodontitis wieder zu senken - Erfolge vermeldeten allerdings nur 5 von 12 derartiger Studien.
Mehr dazu in der Fachzeitschrift Cardiovascular Research

10. Januar 2020
Diabetes häufiger bei kleinen Menschen
Die Körpergröße beeinflusst anscheinend das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken: Zehn Zentimeter mehr senken das Risiko um 30 bis 40 Prozent. Ein mögliche Erklärung ist, dass kleinere Menschen oft höhere Fettwerte in Leber und Blut aufweisen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus Potsdam und München, als sie eine langjährige Studie mit mehr als 2500 deutschen Teilnehmern auswerteten.
Die Studie erschien im Dezember 2019 im Fachjournal Diabetologica

21. August 2019
Vegetarier leiden seltener unter Herzkrankheiten
Obst und Gemüse scheinen den Kreislauf zu schützen: Das Risiko einer Herzkrankheit verringert sich um bis zu 16 %, die Gefahr daran zu versterben sogar um bis zu 32 %. Je höher der Anteil der pflanzlichen Nahrung ist, desto größer scheint der gesundheitliche Vorteil zu sein. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus Baltimore, die etwa 12 000 US-Amerikaner mittleren Alters mehrere Jahre lang beobachtet hatten. Offen bleibt die Frage, ob die Qualität der pflanzlichen Lebensmittel (frisch oder prozessiert) ebenfalls einen Einfluss hat.
Mehr dazu im Fachjournal Journal of the American Heart Association

5. Juni 2019
Warnung vor schwarzer Zahnpasta
Aktivkohle in der Zahnpasta soll Beläge schonend entfernen und Zähne weißer machen - doch der Schaden ist wohl höher als der Nutzen. Diesen Schluss zogen britische Forscher nach Auswertung aller bekannten Studien. Die tiefschwarze Aktivkohle hat sich zwar in Filteranlagen bewährt, es gibt jedoch keinen Beweis, dass sie ihre Wirkung auch während der kurzen Zeit im Mund entfaltet. Bedenklich ist hingegen, dass viele der schwarzen Zahnpasten zu wenig Fluorid enthalten: Das Karies-Risiko ist daher deutlich erhöht.
Die Studie erschien im British Dental Journal

11. März 2019
Fünf Fitness-Übungen für zu Hause
Ohne Geräte und ohne Studio: Fünf einfache Übungen können die Fitness deutlich erhöhen. Ziel sind Muskelgruppen am ganzen Körper, von den Füßen bis zu den Schultern. Allerdings warnen Experten vor zu großem Ehrgeiz, denn eine Überlastung der untrainierten Muskulatur kann mehr schaden als nützen. "Meine Empfehlung wäre, dass man sich am inneren Kompass oder dem individuellen Belastungsgefühl orientiert", sagt Prof. Lars Donath von der Deutschen Sporthochschule Köln. Auch eine ärztliche Untersuchung könnte als Vorbereitung nicht schaden.
Mehr dazu im Manager Magazin

10. Dezember 2018
Fitness-Lügen
Sportliche Aktivität, Ernährung, Alkoholkonsum - viele Menschen sagen ihrem Arzt nicht die Wahrheit. Bei einer Online-Befragung von 4500 US-Amerikanern gab die Mehrheit zu, bei Fragen zur körperlichen Fitness ein wenig zu schummeln. Vor allem Menschen, die ihren Gesundheitszustand selbst als schlecht einschätzen, wollen sich damit Belehrungen und Ermahnungen ersparen. Die Leiter der Studie betonen, dass vor allem chronisch Kranke sich mit dieser Unehrlichkeit selber Schaden zufügen. Für Abhilfe können allerdings auch die Ärzte sorgen, indem sie ein besseres Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten aufbauen.
Mehr dazu: Pharmazeutische Zeitung

28. Oktober 2018
Mangelnde Fitness schlimmer als Rauchen
Sie stellten über 120 000 Personen auf das Laufband und bestimmten deren Fitness - in regelmäßigen Abständen über durchschnittlich acht Jahre hinweg. In der jüngst veröffentlichten Studie zeigten sich dramatische Unterschiede: Sehr unsportliche Menschen hatten ein bis zu fünffach höhere Sterblichkeitsrate als sehr fitte Menschen. Mangelnde Bewegung war damit mit einem höheren Risiko verbunden als Rauchen, Diabetes und Kreislauferkrankungen.
Mehr dazu bei JAMA Network Open

26. September 2018
Low Carb und die Lebenserwartung
Eine Studie verfolgte 15 000 US-Amerikaner über 25 Jahre, mit einem provokanten Ergebnis: Wer weniger als 30 Prozent seines Energiebedarfs durch Kohlenhydrate deckte, starb bis zu vier Jahre früher. Die längste Lebenserwartung hatten Menschen, bei denen Kohlenhydrate etwa die Hälfte der Nahrung ausmachen. Diäten mit Low Carb und High Carb hingegen ließen das Sterberisiko leicht ansteigen. Doch ganz so eindeutig ist die Lage nicht: Wer auf tierische Fette verzichtete, hatte wieder ein etwas längeres Leben. Zudem können derartige Studien, die nur auf Statistiken beruhen, keine eindeutigen Beweise liefern oder die Ursachen beleuchten. Als Botschaft bleibt: Wer sich ausgewogen ernährt, kann wenig falsch machen.
Mehr dazu in der Ärztezeitung

2. August 2018
Sport bei Hitze
Temperaturen über 30° C und trotzdem den Körper fit halten - ist das gesund? Ja, sagt der Sportmediziner Tim Meyer, allerdings sollte jeder Sportler dabei ein paar Dinge beachten. Wer Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren betreibt, sollte sein Training am besten am frühen Morgen oder späten Abend betreiben. Allgemein sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, da sie den Körper stärker beansprucht als die Temperatur an sich. Und natürlich muss genügend Flüssigkeit aufgenommen werden.
Mehr dazu bei fitbook.de

25. Juni 2018
Sport trotz Herzfehler?
300 000 erwachsene Deutsche leben mit einem angeborenem Herzfehler, doch auf Sport sollten sie nicht verzichten - wenn der Arzt seine Zustimmung gibt. Voraussetzung ist eine gründliche Untersuchung des Herzens, per EKG und Ultraschall sowie einem Belastungstest. Laut einem Experten der Deutschen Herzstiftung kann so die "Belastungsform und Belastungspensum an den jeweiligen Herzfehler und den Gesundheitszustand des Patienten angepasst werden". Übergewicht, Fettleibigkeit und Bewegungsmangel verschlechtern auch bei Herzfehlern den Verlauf der Krankheit: Ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung sind daher doppelt wichtig.
Mehr dazu bei der Deutschen Herzstiftung

12. März 2018
Fitness boomt
10,6 Millionen Mitglieder zählen die deutschen Fitness-Studios - so viele wie nie zuvor. Die Studios sind damit unangefochtener Spitzenreiter, selbst die Fußballvereine mit etwas über 7 Millionen Mitgliedern werden deutlich abhängt. Noch mehr beeindruckende Zahlen: In der Kernzielgruppe der 15- bis 65-Jährigen gehen 19,3 Prozent der Deutschen in eines der fast 9000 Studios, in denen über 200 000 Menschen ihr Geld verdienen. Die Betreiber hoffen auf einen ungebrochenen Boom und rechnen für das Jahr 2020 sogar mit über 12 Millionen Mitgliedern.
Mehr dazu in der HuffPost

11. Januar 2018
Beim Joggen nicht übertreiben!
Höchstens dreimal die Woche, nicht länger als 2,5 Stunden und nicht schneller als 10 km/h - nur dann hilft ein Lauftraining der Gesundheit. Diese Erkenntnis gewannen dänische Forscher, nachdem sie die Daten von über 1000 Joggern aus Kopenhagen auswerteten. Blieben Laufpensum und Geschwindigkeit moderat, konnten die Läufer auf ein längeres Leben zurückblicken. Bei zu großer Anstrengung verflüchtige sich dieser Effekt: Zu ehrgeizige Jogger habe die gleiche Lebenserwartung wie unsportliche Zeitgenossen.
Mehr dazu im Journal of the American College of Cardiology

21. August 2017
Vorsicht Schadstoffe - viele Olivenöle belastet
Olivenöl soll gut fürs Herz sein, aber dafür muss auch die Qualität stimmen. Die Stiftung Warentest hat einen älteren Test deutlich erweitert und stieß dabei fast überall auf Rückstände von Mineralöl. Auch der Geschmack erwies sich im besten Falle als befriedigend. Am ehesten konnten drei Olivenöle von Discountern überzeugen.
Mehr dazu im Tagesspiegel

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